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Der Teil in mir, den ich 50 Jahre ins Reich der Phantasie verdammt habe, möchte sich nicht mehr verstecken, möchte sich zeigen, möchte von den Menschen, die mich privat oder beruflich schätzen, akzeptiert werden. Noch ist es zu früh, noch muss ich Rücksicht nehmen auf meine Familie, meine Kinder. Wenn sie älter sind, werde ich den Mut haben, mit ihnen zu sprechen. Ich träume davon mit ihrem Einverständnis mein Pseudonym zu lüften, wobei ich schon auch große Angst habe mir beruflich zu schaden. Ich träume von mehr gesellschaftlicher Toleranz.

 

Tabuslos raus aus der Tabuszone ? 

Ich bin eine ganz normale Frau, wie meine Biographie zeigt. Nichts hat sich nach außen geändert, seitdem  ich die Sklavin in mir entdeckt und  akzeptiert habe. Mein Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung zieht sich durch mein Leben (vgl. Vita). So versteht es sich von selbst, dass mir meine persönliche Entwicklung jetzt das aktuelle Ziel vorgibt:   

Einblick geben in die Welt des Sadomasochismus,

 um über Verstehen

mehr Toleranz zu erwirken

Einige Buchpassagen wirken vielleicht schockierend. Verhindern sie nicht eher Verständnis bei anderen Menschen? Bewusst habe ich mich nicht zensiert, um der Sklavin im Buch ihren Raum zu geben. Es war mir wichtig die Stärke und Tabulosigkeit der Sklavin aufzuzeigen und gleichzeitig den Leser an den Gedanken und Gefühlen der Frau teilhaben zu lassen. Einer fünfzigjährigen Frau, die, wie viele andere Frauen und Mütter

bullet die Zeit der Wechseljahre als Chance begreift,
bullet beginnt an sich selbst zu denken, weil die Kinder sie nicht mehr so brauchen
bullet erkennt, dass zu den eigenen Bedürfnissen stehen, die Voraussetzung für eine erfüllte und dauerhafte Beziehung ist
bullet ihre Lebenserfahrung zu schätzen weiß
bullet den Mut aufbringt ihren Weg zu gehen

„Ein Großteil der Vorurteile gegenüber Sadomasochisten rührt daher, dass einfach niemand welche kennt oder weiß, dass er welche kennt“ (aus "Die Wahl der Qual" von Kathrin Passig und Ira Strübel).

Das Angebot des WDR meine Geschichte im Kölner Treff öffentlich darzustellen und so mein Anliegen zu verfolgen, versetzte mich in helle Aufregung. Wie gern hätte ich diese Chance genutzt. Doch im Bewusstsein um die Verantwortung, die ich als Mutter für meine Kinder trage, sagte ich schweren Herzens ab.  Seitdem hat mich mein Anliegen immer mehr beschäftigt. Ich suchte nach Möglichkeiten, unter Wahrung meines Pseudonyms den Weg in die Öffentlichkeit zu finden.

So entstand  die Idee mir eine Camouflage zuzulegen, mit der ich im Fernsehen auftreten   oder Lesungen  halten könnte (siehe Foto unter Lesungen).   

Sind Sie Redakteur/in oder Journalist/in und benötigen weitere Informationen?  Ich freue mich, wenn Sie mit mir in Kontakt treten:

Kontakt: info@evab-doppelleben.de

oder

Hille Kück (Pressereferentin)

Rowohlt Verlag Hamburger Str.17

21465 Reinbek

49- (0)40/7272-359

hille.kueck@rowohlt.de

                         

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